Hailing Frequencies Open – Christian Klemkow Ready for Transmission

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Wo niemand zuvor gewesen ist. Ein Rückblick in die Sterne … ähmm Jugend. Sternzeit 1990.7 Mit zarten 14 Jahren hatte ich grad das frisch erhaltene blaue Hemd der FDJ abgelegt und die aufregende Zeit der Wende erlebt. Autostaus Richtung Westen mit Geschenken, neue tolle Autos und alte wie neue Familie, die wieder zueinandergefunden hatten. Vom Begrüßungsgeld kaufte ich mir damals in Lübeck die Chronik des 20. Jahrhunderts . Welche Seite hatte ich dann zuerst nachgeschlagen? 1912 – Der Untergang der Titanic , Vulkanausbrüche, Erdbeben. Ich hatte viele wissenschaftliche Interessen wie Vulkanologie, Seismologie und Astronomie, die einem gewissen Vulkanier vielleicht sogar imponiert hätten, doch er kannte mich nicht. Und ich kannte ihn noch nicht. Ich hatte damals auch schon ein erstes Refraktor-Teleskop und war sehr an Astronomie interessiert – nicht so sehr wie heute mit eigener Sternwarte, aber dennoch neugierig. Auch jegliche Art von Technik hatte mich in der Jug...

Hailing Frequencies Open Frequencies Open: Olivia Ready for Transmission

Wer bin ich? Was macht mich aus?

DC oder Marvel?
Helene Fischer, Kraftklub oder Silbermond?

Moshpit, Tanzen oder Küssen?

Couch oder Kino?

Party oder Sport?

Schwarz oder Pink?

Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang?

Kleid oder Hose?

Irgendwie mag ich alles, mal mehr, mal weniger. Vieles verschwimmt. Doch bei der Frage

Star Wars oder Star Trek?

fällt mir die Antwort überhaupt nicht schwer. Ich bin voll und ganz Trekkie!

Ich kann mich nur leider gar nicht mehr daran erinnern, wie es überhaupt dazu gekommen ist. Hoch und heilig schwören kann ich aber, dass ich, damals gerade 8 Jahre alt, die allererste Folge von Star Trek: TNGDer Mächtige“ in meinem Kinderzimmer auf einem Schwarz-Weiß-Fernseher geschaut habe. ;-)

Und ich weiß ferner noch, dass ich von Anfang an verzaubert war von jener Welt, die mir Star Trek verkaufen wollte. Vielleicht haben mich zu Beginn auch nur das Franchise, die Effekte, die schönen Outfits (ja, ich liebte die Kleider der Damen ;-)) oder die utopischen Geschichten ferner Länder fasziniert.

Später aber hat mich die Vorstellung in den Bann gezogen, dass Nahrung, Kleidung, Wohnraum oder auch medizinische Versorgung kostenlos für jedermann sind und kein Mensch mehr leiden muss. In Star Trek gibt es kein Geld mehr. Auch MUSS niemand mehr arbeiten. Alle WOLLEN arbeiten, da sie nach persönlicher Entwicklung streben. Krass schönes Zukunftsbild!

Star Trek gilt für mich aber gleichzeitig auch als Spiegel für unsere echte Welt und sorgt dafür, dass ich mich mit Konflikten und vorgeschlagenen Lösungen auseinandersetze.

Wer erinnert sich nicht gern an die Folge „Wem gehört Data?“? Wahrscheinlich damals schon eine halbe Juristin im Kopf, beschäftigten mich hier nicht nur die Themen Gefühle und Menschlichkeit; vielmehr atmete ich auch die Luft des juristischen Austauschs ein.

Und wer denkt bei TNG nicht auch an die ganzen liebevollen Nebenfiguren? Nehmen wir nur mal Guinan. Wer hing ihr nicht an den Lippen, wenn sie wieder einmal weise Ratschläge in „Zehn Vorne“ erteilt hat? Oder auch Lieutenant Barclay, der uns das ein oder andere wunderschöne Holo-Abenteuer beschert hat. Nicht zu vergessen Q, der in der Serie – nicht ganz zu Unrecht – immer wieder die Menschheit auf den Prüfstand gestellt hat.

Von der Hauptbesetzung möchte ich gerne auf Deanna Troi verweisen. Ihretwegen wollte ich nicht nur eine Zeit lang Psychologin werden; ich sah in ihr auch immer die große Schwester, die ich in der realen Welt nie hatte.

TNG war für mich aber erst der Anfang. Irgendwann kam Deep Space Nine hinzu. Nicht ganz meine Serie, aber ich habe sie brav zu Ende geguckt ;-) und auch hier den einen oder anderen Charakter lieben gelernt.

Allen voran Jadzia Dax. Eine starke Frau, die ich nur zu gerne mit Worf kämpfen und ihn schließlich heiraten gesehen habe. Ihren Tod habe ich jedoch nie ganz verkraftet, weshalb die letzte Staffel der Serie wohl noch mehr in meine Ungunst gefallen ist.

Danach kam Voyager. Und Voyager hat wohl alles richtig gemacht. Ich liebte Janeway, die erste „Frau am Steuer“, wie auch die ganzen Themen der Serie. Ich konnte es jeden Freitag kaum erwarten, erst die Folge im Fernsehen zu schauen und anschließend am Telefon stundenlang mit einem guten Freund die aktuelle Episode auseinanderzunehmen. Worüber haben wir da nicht alles philosophiert?

Und wie ist der Stand heute? Ich wollte immer einen Freund haben, der Trekkie ist. Surprise. ;-) Er hat mich gefunden. Nun warten wir zusammen immer ganz ungeduldig auf die neue Folge von Strange New Worlds und wühlen uns, soweit es die Zeit hergibt, gemeinsam durch die alten Folgen von Enterprise.

Außerdem steht bei jedem eine Enterprise im Wohnzimmer. ;-) Bei mir die „kleine“ von Brixx, bei ihm die „große“ von Lego. Es hängen Bilder von Star Trek an unseren Wänden und wir tragen ab und zu Star-Trek-Merch. Nicht zuletzt besuchen wir regelmäßig unregelmäßig einen schönen Star-Trek-Stammtisch in Schwerin, dank dessen ich heute in Erinnerungen schwelgen und diesen Bericht für euch schreiben durfte, den ich gern mit den Worten von Spock beenden möchte: „Lebe lang und in Frieden.“

Olivia Heinrichson 

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