Logbuch TrekDinner Schwerin Sternzeit 2604.18
Dritter Samstag im Monat – TrekDinner-Zeit.
Es war der 18. März 2026, der dritte Samstag im Monat, was in gewissen Kreisen bedeutet, dass der Alltag kurz Pause macht, weil „TrekDinner“ ist.
...ja… ich weiß, ich schreibe das jedes Mal. Aber es stimmt eben auch jedes Mal: Die Vorfreude war wieder da. Spätestens ab Mittwoch, als mein Mann mich mit einem leicht schelmischen Grinsen fragte: „Freust du dich schon? Samstag ist wieder TrekDinner.“ - Natürlich tat ich das. Inzwischen ist es mehr als nur ein Treffen – es ist ein liebgewonnenes Ritual geworden. Einmal im Monat zusammenkommen, Gleichgesinnte treffen, fachsimpeln, lachen und gemeinsam in die unendlichen Weiten von Star Trek eintauchen.
Also machten wir uns auf den Weg nach Schwerin, in die Lübecker Straße 43, wo uns der Klub Einblick wieder freundlicherweise seine Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. Mein Mann achtete penibel darauf, dass ich bloß mein Sternenflotten-Delta nicht vergesse – sein Ostergeschenk an mich. Sicherheitshalber verschwand es direkt in seiner Jackentasche. Die Föderationsflagge lag im Handschuhfach. Wir waren also… startklar.
Dieses Mal sogar eine Stunde früher als üblich. Statt Essen zu bestellen, wurden wir nämlich von Branka und Daniel mit Jambalaya versorgt. Zehn Personen hatten sich vorab angemeldet – also gab es einiges vorzubereiten. Schon um 16:30 Uhr waren wir vor Ort, um den beiden Zugang zur Küche zu ermöglichen.
Und dann ging alles ganz schnell: Wie ein eingespieltes Team (was sie definitiv sind) übernahmen sie das Kommando über die Töpfe. Es wurde geschnippelt, gerührt, gewürzt – und vor allem: Es duftete hervorragend. Währenddessen stellten wir Tische und Stühle zusammen, sodass wieder unsere typische große Tafel entstand. Man merkte deutlich: Das hier läuft inzwischen sehr routiniert.
Gegen 17:30 Uhr trafen die ersten Gäste ein – darunter neue Gesichter, die wir noch nicht kannten, aber auch einige, die wir schon länger nicht mehr gesehen hatten. Und wie so oft füllte sich der Raum schneller als gedacht. Immer wieder musste ein Tisch ergänzt werden, bis wir schließlich vollständig waren: 16 Fans an der Zahl.
Dann war es soweit: Essen wie bei Neelix persönlich. Branka und Daniel verteilten die Portionen und wünschten guten Appetit.
Jambalaya also. Ich hatte mich für die vegane Variante entschieden – ohne genau zu wissen, was mich erwartet. Aber schon der erste Eindruck überzeugte: Es sah gut aus, roch fantastisch… und schmeckte auch genau so.
Wie es „eigentlich“ schmecken sollte, kann ich zwar nicht beurteilen – aber ich hätte mit Vergnügen eine zweite Portion gegessen. Und ich war nicht der Einzige: Am Tisch herrschte durchweg Begeisterung. An dieser Stelle wirklich ein großes Lob an unsere beiden Köche.
Nach dem Essen begann das, was ein TrekDinner ausmacht: Gespräche. Viele Gespräche. Überall. Ein lebendiges, angenehmes Durcheinander aus Themen, Meinungen und Begeisterung zog sich über die gesamte Tafel, um über Dinge zu fachsimpeln, die außerhalb der Lübecker Straße 43 kein Mensch versteht, und gemeinsam in die unendlichen Weiten einzutauchen.
Da ich Tresendienst hatte, saß ich an der Stirnseite – strategisch günstig, um schnell reagieren und bedienen zu können. In unserem „Sektor“ des Tisches wurde unter anderem über das Ende von Star Trek: Starfleet Academy diskutiert, über deren Absetzung spekuliert und ganz allgemein über Umgangsformen im Netz gesprochen. Ein Thema, das immer wieder aufkam: wie toxisch das Fandom online teilweise geworden ist. Umso schöner war es, einmal mehr festzustellen, dass es im echten Leben ganz anders aussieht.
Kurz gesagt: Ich war inspiriert und habe mich sehr wohlgefühlt.
Besonders schön war auch, dass neue Gäste ihren Weg zu uns gefunden hatten. Sie wurden, wie es bei uns üblich ist, sofort herzlich aufgenommen und waren im Handumdrehen Teil der Runde.
Daniela und ihr Mann brachten Frank Rehders mit – Podcaster (Trek Talk) und Hörspielautor (Die Emiten). Moni und Christian wiederum hatten einen Freund aus Jugendzeiten dabei. Es dauerte nicht lange, bis sie ganz selbstverständlich Teil des Abends waren und sich rege beteiligten - Star Trek Fans eben.
Es wurde viel erzählt, zugehört, gelacht – und gerade diese neuen Geschichten und Perspektiven machten den Abend besonders lebendig und abwechslungsreich.
Gegen 22:00 Uhr verabschiedeten sich die ersten – einige hatten noch längere Wege vor sich, etwa nach Hamburg, Rostock, Oldesloe oder Wismar. Übrig blieb schließlich der „harte Kern“. Weil es einfach zu schön war, um schon Schluss zu machen.
Am Ende saßen dort nur noch "Drei und ein halber Nerd" am Tisch: Robert, Mario und ich – sowie mein Mann, der zwar kein Star-Trek-Fan ist, aber einen Talosianer aus 20 Metern Entfernung erkennt und weiß, dass diese im ersten Pilotfilm zu sehen waren; man könnte sagen, er ist bereits assimiliert.
Wir philosophierten über aktuelle Themen und die Grundgesetz-Artikel 1 und 5 – vor allem darüber, wie gern im Netz der zweite Absatz bei Letzterem unter den Tisch fällt. Aber wie sollte es anders sein? Irgendwie landeten wir doch immer wieder bei Star Trek.
Und dann… war es plötzlich 1:30 Uhr.
Wie so oft hatten wir komplett die Zeit vergessen. Fast so, als wären wir in einem temporalen Fragment gefangen gewesen. Auch wenn wir locker noch eine Stunde weiter hätten reden können, war es dann doch Zeit aufzubrechen.
Also: Tische zurückstellen, wischen, aufräumen – und verabschieden.
Das nächste TrekDinner findet am 16. Mai um 17:30 Uhr statt – wie gewohnt in der Lübecker Straße 43, 17053 Schwerin.
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