60 Jahre Star Trek – ein kleines Geschenk von Fans für Fans
Am 8. September 1966 begann eine Reise, von der damals vermutlich niemand ahnen konnte, wohin sie führen würde. Heute, genau sechzig Jahre später, feiern wir ein Universum, das Generationen von Fans begleitet, inspiriert und miteinander verbunden hat.
Und weil man zu einem Geburtstag bekanntlich nicht mit leeren Händen erscheint, gibt es heute ein kleines Geschenk:
DISSONANZ –Teil I: RAUSCHEN
Ein kleines inoffizielles, nicht-kommerzielles Fanprojekt – entstanden aus meiner Begeisterung für die klassische Enterprise, aus Spaß am Geschichtenerzählen und natürlich aus Liebe zu Star Trek.
Worum geht es?
Viel möchte ich bewusst nicht verraten.
Die Geschichte spielt in der Ära der klassischen Enterprise. Spock befindet sich nach einem wissenschaftlichen Symposium auf Sternenbasis 9 auf dem Rückflug zum Schiff, als die Enterprise auf ein ungewöhnliches Phänomen trifft. — Dann bricht der Kontakt ab.
Mehr gibt es von mir an dieser Stelle nicht. ;-)
Eine Idee, die ein wenig aus dem Ruder lief …
Eigentlich wollte ich nur einmal ausprobieren, ob es mir gelingt, eine eigene kleine Star-Trek-Geschichte als Webtoon zu erzählen.
Aus „klein“ wurde irgendwann „etwas größer“.
Ich schrieb Szenen, verwarf sie wieder, stellte Handlungsabläufe um, änderte Dialoge und stellte manchmal erst viele Seiten später fest, dass eine vermeintlich kleine Änderung plötzlich Auswirkungen auf die halbe Geschichte hatte.
Bei den Bildern ging es ähnlich zu.
Ich baue die einzelnen Szenen zunächst manuell in Photoshop aus verschiedenen Bildvorlagen und Hintergründen zusammen. Figuren werden freigestellt, neu positioniert und zu neuen Kompositionen montiert. Anschließend werden diese Montagen unter Einsatz generativer KI stilistisch transformiert und teilweise ergänzt.
Und weil dabei selten auf Anhieb genau das herauskommt, was ich brauche, geht es danach meistens wieder zurück nach Photoshop: erneut freistellen, kombinieren, korrigieren, retuschieren und mitunter mehrere unterschiedliche Ergebnisse zu einem neuen Bild zusammensetzen.
Die KI ist dabei ein Werkzeug innerhalb meines Arbeitsprozesses – aber eben nur eines von mehreren.
Ich bin weder Drehbuchautor noch Comiczeichner und erhebe auch überhaupt keinen Anspruch darauf, einer zu sein. Das Ganze ist ein Hobbyprojekt. Ich habe einfach versucht, mit den Möglichkeiten, die mir zur Verfügung stehen, mein eigenes kleines Stück Star Trek zu bauen.
Und genau das hat mir ungeheuer viel Spaß gemacht.
Vielleicht einfach selbst einmal ausprobieren …
Während der Arbeit an DISSONANZ ist allerdings noch etwas passiert, womit ich vorher gar nicht gerechnet hatte:
Mein Respekt vor Drehbuchautorinnen und Drehbuchautoren ist erheblich gestiegen.
Als Zuschauer ist es ziemlich einfach, auf dem Sofa zu sitzen und zu sagen:
Warum hat die Figur das denn jetzt gemacht?
Warum haben die Autoren nicht einfach …?
Das hätte ich aber ganz anders geschrieben.
Ich nehme mich davon ausdrücklich nicht aus.
Nur: Sobald man selbst versucht, eine Geschichte zu erzählen, stellt man ziemlich schnell fest, dass „Dann macht man es eben anders“ erstaunlich selten so einfach funktioniert.
Wann darf der Leser welche Information bekommen? Wann verrät man bereits zu viel? Klingt eine Figur wirklich wie Kirk, Spock oder McCoy – oder nur so, wie ich glaube, dass sie klingen sollte? Funktioniert eine Szene für sich allein und gleichzeitig noch im Zusammenhang mit dem, was zwanzig Seiten später passiert?
Und kaum glaubt man, eine elegante Lösung gefunden zu haben, entdeckt man drei Szenen weiter das Problem, das man damit gerade erst geschaffen hat.
Ich habe mich während der Arbeit deshalb mehr als einmal dabei ertappt, an frühere Kritiken von mir zu denken und mir zu sagen:
Vielleicht war das doch nicht ganz so einfach, wie du damals behauptet hast.
Das heißt natürlich nicht, dass man plötzlich alles gut finden muss. Kritik gehört dazu, gerade bei etwas, das einem wichtig ist.
Aber vielleicht ist mein kleines Experiment auch eine Einladung an diejenigen unter uns, die besonders gern sagen, wie sie Star Trek besser machen würden:
Versucht es einmal.
Schreibt eine Szene. Zeichnet einen Comic. Dreht einen kleinen Fanfilm. Komponiert Musik. Baut ein Modell. Erzählt eure eigene Geschichte.
Es muss nicht perfekt sein. Meine ist es ganz sicher auch nicht.
Aber vielleicht macht es Spaß. Vielleicht entsteht etwas, das andere Fans gerne sehen oder lesen. Und vielleicht entwickelt man nebenbei sogar ein wenig mehr Verständnis für diejenigen, die genau das jeden Tag beruflich tun.
Wenn Star Trek uns in sechzig Jahren etwas gezeigt hat, dann doch auch, dass Neugier und der Versuch, etwas Neues zu wagen, selten die schlechteste Idee sind.
Deutsch oder Englisch? Beides.
DISSONANZ könnt ihr vollständig auf Deutsch oder Englisch lesen. Über den Schalter am oberen Rand des Readers lässt sich jederzeit zwischen beiden Fassungen wechseln.
Die englische Version ist dabei bewusst keine reine Wort-für-Wort-Übersetzung. Ich wollte versuchen, Kirk, Spock, McCoy und die anderen so klingen zu lassen, wie ich sie aus dem englischen Original kenne.
Die deutsche Fassung orientiert sich dagegen am Sprachgefühl der klassischen Synchronisation – ohne deshalb jede ihrer gelegentlich etwas eigenwilligen Übersetzungen übernehmen zu müssen.
DISSONANZ wie eine kleine App nutzen
Natürlich könnt ihr den Webtoon ganz normal im Browser lesen.
Wer möchte, kann DISSONANZ aber auch direkt auf dem Startbildschirm seines Smartphones oder Tablets ablegen. Danach lässt sich der Reader beinahe wie eine eigene kleine App öffnen – mit eigenem Symbol und ohne die übliche Browsernavigation.
iPhone/iPad:
DISSONANZ in Safari öffnen → Teilen → „Zum Home-Bildschirm“
Android:
DISSONANZ beispielsweise in Chrome öffnen → Browsermenü → „App installieren“ oder „Zum Startbildschirm hinzufügen“
Die genaue Bezeichnung kann je nach Gerät und Browser etwas variieren. Eine Installation aus einem App Store ist nicht notwendig.
Beim Lesen verschwindet die obere Menüleiste automatisch, damit möglichst der gesamte Bildschirm für den Webtoon zur Verfügung steht. Scrollt ihr wieder nach oben, erscheint sie erneut.
Und nun viel Spaß beim Lesen …
Nach all den Monaten, in denen ich dieselben Panels immer und immer wieder angesehen habe, bin ich vor allem gespannt darauf, wie die Geschichte auf jemanden wirkt, der nicht weiß, was als Nächstes kommt.
Wenn euch DISSONANZ – Teil I: RAUSCHEN gefällt, freue ich mich sehr über eure Kommentare, Kritik und Eindrücke.
Und wenn ihr jemanden kennt, dem die Geschichte ebenfalls Freude machen könnte, dann gebt den Link gern weiter – an Freunde, Bekannte oder andere Trekkies.
Vielleicht inspiriert das Projekt ja sogar den einen oder anderen dazu, selbst etwas zu machen.
Denn Fan-Sein bedeutet schließlich nicht nur, über Star Trek zu reden.Manchmal darf man auch einfach ein bisschen damit spielen.
Von Fans für Fans.
Alles Gute zum 60. Geburtstag, Star Trek.


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