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Rezension: Star Trek: Starfleet Academy – Staffel 1, Folge 7: „Ko’Zeine“

von charlyonthebridge:

Oder: Wie man nach Lichtgeschwindigkeit eine Vollbremsung ohne Gurt macht.

Foto: Paramount+


Freunde, ich hatte so meine Bedenken. Nach der grandiosen sechsten Episode saß ich da wie ein Romulaner beim Poker: misstrauisch. Würde die Serie den Schwung mitnehmen? Sehen wir endlich DIE Folge des MHN der Voyager, auf die wir alle gieren? Oder begeben wir uns nach der Action der Vorwoche in den freien Fall ohne doppelten Boden?

Nun, ich sage es mal so: Schnallt euch ab. Wir machen Pause.

Ein Klingone auf Ibiza (oder so ähnlich)

Gleich zu Beginn der Dämpfer: Die Academy verordnet „Vereinte-Welten-Ferien“. Vier Tage schulfrei. Ob das nach den bisherigen Leistungen der Kadetten „wohlverdient“ ist, wage ich zu bezweifeln – aber scheinbar braucht die Zukunft der Sternenflotte dringend ein Nickerchen. Besonders kritisch sehe ich den Zeitsprung: Man setzt einen Monat nach den Ereignissen der letzten Folge an. Meiner Meinung nach ein Fehler – hier wurde wertvolle Dynamik und der mühsam aufgebaute Spannungsbogen einfach im nächsten Wurmloch entsorgt.

Während Caleb versucht, seine Emotionen (und eine Audionachricht an Tarima) zu sortieren, und Genesis eigentlich nach Mumbai zu ihren Vorzeige-Eltern soll, nimmt die Folge eine Wendung Marke „Urlaubsvideo“. Kyle lädt Jay-Den nach Ibiza ein – der Arme kann sich allerdings mit Strandkleidung so gar nicht anfreunden. Und dann ist da noch Darem, den Kyle nicht leiden kann, während eigentlich niemand Darem so richtig leiden kann. Ein Dreiecksgespann, so flach wie eine Petrischale.

Portal-Hoppla und die Jagd nach der Warpschnecke

Dann wird es „mysteriös“: Ein goldener Stein rollt Darem vor die Füße, er wird durch ein Portal gezerrt, Jay-Den hechtet hinterher. Plötzlich sind wir im Khionischen Reich. Optisch? Ein echtes Highlight! Felsig, sonnig, beeindruckende Kostüme. Das Set-Design bekommt von mir einen Glitzerstern. Jay-Den entdeckt dort seinen inneren Klingonen und geht mit einem Felsbrocken auf die „Entführer“ los – nur um festzustellen: Ups, das ist die Familie. Darem soll heiraten. Früher als gedacht. Überraschung!

Währenddessen auf der verlassenen Academy: Caleb sonnt sich am Pool, als plötzlich Genesis auftaucht. Sie hat die Transporter-Protokolle gehackt, weil sie nicht nach Hause wollte. Was folgt, ist „Entschleunigung“ pur – oder wie ich es nenne: Leerlauf. Die beiden spielen langweilige Spiele und versuchen, tiefgründige Dialoge mit Humor zu würzen. Spoiler: Es funktioniert nicht. Weder passen die Metaphern zusammen noch die Chemie zwischen Caleb und Genesis. Und dann jagen sie eine Warp-Schnecke. Ich leide derweil am Cassandra-Komplex: Ich sehe das Unheil kommen, kann es aber nicht verhindern.

Große Twists im Kleingedruckten

Trotz der ruhigen Stimmung gibt es ein paar Wendungen, die man fast verpasst, wenn man kurz blinzelt:

Darem & Kaira: Die Braut spürt natürlich, dass Darems Herz woanders schlägt (vielleicht bei Jay-Den?). Nach einer schrägen Zeremonie gibt sie ihm den Freifahrtschein: Er soll abdanken und seinen Traum in der Sternenflotte verfolgen. Ehe annulliert, Thron weg, Karriere gerettet. Ein stolzer Preis für einen Kurztrip.

Genesis’ Beichte: Der Twist am Academy-Pool war kein Zufall. Genesis hat bei ihrer Bewerbung geschummelt! Sie schleppt Caleb auf die Brücke, um Zugangscodes zu stehlen. Am Ende wird sie erwischt, bekommt aber von Kanzlerin Ake nur ein Du-du-du und eine mündliche Ermahnung. Das Ergebnis? Sie fliegt aus dem „Captain-Track“.

Das Fazit: Atmosphäre hui, Handlung naja

Am Ende stellt man fest: Starfleet Academy gönnt uns hier einen ruhigen Ausflug in fremde Kulturen und ins eigene Gefühlsleben. „Ko’Zeine“ mag keine logische Überraschungsbombe sein – sondern eher eine folgerichtige, wenn auch allzu versöhnliche Pause im Kampf gegen Nus Braka. Inszenierung, Kostüme und das Miteinander der Figuren bleiben aber unterhaltsam und herzerwärmend. Wer bisher mitgefiebert hat, wird zwar kaum vor Spannung vom Sofa fallen, erhält aber einen kleinen „Reset“ in Sachen Stimmung und Humor.

Mein persönliches Urteil: Sympathisch, aber kein Knaller. In Warp-Stufen-Sprache würde ich sagen: Warp-Stufe 4 von 10 – in Ordnung, mit ordentlichem Fond und ein paar kleinen Glanzmomenten, aber eben nicht der höchste Impuls. Eine muntere Charakterstudie mit schicken Kleidern, aber wenig Warp-Antrieb. Wer Gemetzel oder Cliffhanger sucht, wird enttäuscht. Wer wissen will, wie man eine neue Ehe in 20 Minuten auflöst, ist hier richtig.

LLAP

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