60 JAHRE STAR TREK – 34 JAHRE FEDCON

ein Logbuch von: Katharina Werlein 

© Katharina Werlein


Hier sind wir wieder: Für mich die zweite Con und für den kleinen Ensign die erste.

Bonn war auch 2026 wieder der Mittelpunkt der bunten, unendlichen Weiten der Sci-Fi-Familie. 60 Jahre Star Trek – ein Jubiläum, das man feiert. 34 Jahre FedCon – ein Familientreffen, das man nicht verpasst.


© Katharina Werlein


Neue Gesichter, alte Bekannte

Die Gästeliste setzte auf einen frischen, jungen Cast aus Teilen der SNW- und SFA-Crew und brachte damit neuen Wind nach Bonn. Direkt, nahbar, voller Energie. Dazu kamen bekannte Gesichter wie Missi Pyle und Tim Russ. Letzterer sorgte für Gänsehaut-Momente, als er eine Gesangseinlage präsentierte und den Saal mit seiner Stimme füllte.

Aus der SNW-Crew kamen:

  • Martin Quinn
  • Christina Chong
  • Ethan Peck
  • Celia Rose Gooding
  • Paul Wesley

Cast von Starfleet Academy 

© Katharina Werlein

  • George Hawkins
  • Kerrice Brooks
  • Karim Diané
  • Zoë Steiner
  • Bella Shepard

Star Trek: Voyager

  • Tim Russ – Tuvok aus Voyager

Weitere Gäste

  • Missi Pyle – bekannt aus der Kult-Parodie Galaxy Quest und einem Gastauftritt in Star Trek: Lower Decks 
  • Tommy Pieper – Synchronstimme von Alf. Es gab eine Autogrammstunde am Stand des Verlags „In Farbe und Bunt“, organisiert von Björn Sülter.

Kurzfristig mussten Christina Chong und Ethan Peck die Moderation übernehmen, da Nessi noch nicht bereit war. Und sie machten es mit einer Selbstverständlichkeit, als hätten sie nie etwas anderes getan. Charmant, souverän, komplett auf Augenhöhe mit der FedCon-Familie.

Ein weiterer Energiekick war Karim Diané. Mit seiner energiegeladenen Art sorgte er für Spaß auf und neben der Bühne. Kritikern trotzte er mit einem Satz, der sofort durch die Hallen ging:

„Sie haben Angst vor Klingonen in Röcken? Dann postet mehr Bilder mit Klingonen in Röcken.“

Laut, stark und genau die Haltung, die Star Trek ausmacht.

Auch wenn einige der jüngeren Schauspieler noch etwas schüchtern und verloren wirkten, hatte das Publikum sie schnell aufgenommen und gezeigt, was es heißt, Teil der FedCon-Familie zu sein: willkommen, ohne Bedingungen.

Mehr als nur Panels

Doch was wäre eine FedCon ohne das Programm drumherum?

Verlagsinhaber Björn Sülter brachte dieses Jahr eine Quizshow im Stil von „Wer wird Millionär?“ auf die Bühne. Nur hieß sie diesmal: „Wer wird Supertrekki?“. 130 Kandidaten hatten sich beworben. Am Ende saß Tobias Grünbacher auf dem Stuhl – ein angehender Kapitän, der in Kiel Nautik studiert und über ein gewaltiges Wissen im Bereich Star Trek verfügt.

© Katharina Werlein


Mit Souveränität, Witz und ein wenig Hilfe erarbeitete er sich die Millionen. Seinen Gewinn – „Shoppen am Verlagsstand“ – durfte er direkt bei Björn eintauschen. Für eine vorzeitige Bescherung sorgte er dann am nächsten Tag, als er seinen Gewinn mit der FedCon-Familie teilte. Ein weiterer Gänsehaut-Moment.

Ein weiteres Highlight am Verlagsstand war die Autogrammstunde mit Tommy Pieper, der Synchronstimme von Alf. Nostalgie pur und ein Beweis dafür, dass Sci-Fi weit mehr ist als nur Raumschiffe.

Und was wäre die FedCon ohne ihre spannenden Vorträge? Dieses Mal standen KI und Ethik in der Star-Trek-Welt im Fokus. Themen, die das Franchise seit 60 Jahren begleiten und aktueller sind denn je.

Am Ende kann man noch so viel schreiben und erzählen – es würde nicht reichen. Denn die FedCon ist ein besonderes Familientreffen. Und wer nicht hingegangen ist, weil ihm die Gäste nicht passen, der hat die Con nicht verstanden.




Eigene Worte

Leider wurde die Con von einem herben Verlust überschattet. Torsten Walch ist nach langer Krankheit am Sonntag der Con verstorben. Er war eine Legende in unserer Welt und wird nicht nur in seiner Familie eine riesige Lücke hinterlassen.

Bekannt war er durch seine Arbeit beim Verlag „In Farbe und Bunt“ sowie als Klingonenlaus.

Lieber Torsten, du reist nun zwischen den Sternen und wirst dort sein, wo vorher noch nie ein Mensch gewesen ist.

Mach es gut und eine sichere Reise.

© Katharina Werlein


In diesem Sinne:

Live long and prosper.

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