Logbuch TrekDinner Schwerin Sternzeit: 2601.24

Es war ausnahmsweise nicht der dritte Samstag im Monat. Der 17. Januar wäre eigentlich wie gemacht gewesen für unser TrekDinner – ein Datum, das bei Star-Trek-Fans sofort ein wissendes Nicken auslöst. Doch ausgerechnet an diesem für uns so passenden Tag wurden die Räumlichkeiten des Klub Einblick anderweitig genutzt. Also entschieden wir uns nach kurzer Abstimmung für den 24. Januar 2026 – zugleich unser erstes Treffen in diesem Jahr – und kommunizierten diesen Termin entsprechend auf allen sozialen Kanälen.

Fast schon erwartungsgemäß trafen kurz vor dem TrekDinner die ersten Krankmeldungen ein (wo ist das MHN, wenn man es wirklich braucht?). Zunächst nahm ich das gelassen. Doch mit jeder weiteren Absage keimte kurz der Gedanke auf, den Abend komplett abzusagen. Das Problem dabei: Wir konnten nicht abschätzen, ob nicht doch noch spontane Gäste außerhalb unserer Gruppe auftauchen würden – und die wollte man schließlich nicht vor verschlossenen Türen stehen lassen. Da wir ohnehin in der Nähe zu tun hatten, fiel die Entscheidung schließlich pragmatisch aus: Augen zu und durch.

Mit gedämpfter Vorfreude und der festen Überzeugung, dass es diesmal wohl ein kurzer Abend werden würde, stapften meine bessere Hälfte und ich zügig durch die winterliche Kälte Schwerins Richtung Klub Einblick.

„Dann wird es eben ein kurzer Abend“, dachte ich mir. Auch gut.

Diesen Gedanken hatte ich kaum zu Ende geführt, da trafen wir bereits auf Daniela, Podcasterin bei: Vier unter Deck – Der Podcast über Star Trek: Lower Decks, die tapfer seit zehn Minuten in der Eiseskälte vor dem Klub wartete. Sie hatte uns schon beim zweiten TrekDinner im November 2024 besucht – ein vertrautes Gesicht also. Wir schlossen auf, wärmten uns auf, ließen den aktuellen Soundtrack von Star Trek: Starfleet Academy laufen, versorgten uns mit Getränken und fanden uns schneller als erwartet in angenehm nerdigen Gesprächen über unser Lieblingsfranchise wieder.

Im Laufe des Abends gesellten sich dann noch Mario & Robert zu uns – und plötzlich waren wir zu fünft. Eine kleine Runde, ja, aber eine erstaunlich stimmige. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – der überschaubaren Teilnehmerzahl entwickelte sich der Abend zu einer lebhaften, spannenden und sehr persönlichen Gesprächsrunde. Es traten Gemeinsamkeiten zutage, die in einer größeren Gruppe vermutlich unentdeckt geblieben wären. Für mich war das gleichermaßen überraschend wie inspirierend.

Mein ursprünglicher Gedanke „Das wird ein kurzer Abend“ begann sich leise, aber nachhaltig in Luft aufzulösen. Ehe man sich versah, war es 23:00 Uhr. Daniela und Robert verabschiedeten sich – doch das sollte noch nicht das Ende sein. Eine letzte Cola, ein paar abschließende Worte … so zumindest der Plan. In der Realität redeten wir uns fest. Und redeten. Und redeten. Bis plötzlich die Uhr 0:58 Uhr zeigte. Spätestens das war dann wirklich das Zeichen zum Aufbruch.

Wir räumten zügig auf, schlossen die Lokalität, verabschiedeten uns und machten uns auf den Heimweg – inklusive einer kleinen nächtlichen Irrfahrt durch Schwerin auf der Suche nach einer Tankstelle mit Nachtschalter. Felsenfest waren wir davon ausgegangen, dass eine Landeshauptstadt rund um die Uhr versorgt ist. Spoiler: ist sie nicht. Erst im dritten Anlauf wurden wir fündig – die leise Sorge, wegen fehlenden Treibstoffs liegenzubleiben, hatte sich da glücklicherweise bereits erledigt.

Auf dem Heimweg resümierten mein Mann und ich schließlich den Abend – und kamen zu einer Erkenntnis, die eigentlich so schlicht wie wahr ist: Nicht die Anzahl der Teilnehmenden macht einen gelungenen TrekDinner-Abend aus, sondern die gemeinsamen Gespräche, die gegenseitige Akzeptanz und dieses warme Gefühl, unter Gleichgesinnten zu sein.

Ich freue mich jedenfalls – wann tue ich das mal nicht – schon jetzt auf den 

21. Februar, wenn es um 17:30 Uhr wieder heißt: TrekDinner Schwerin.

LLAP Michael Schuh



Kommentare

  1. Auch mit einer kleinen Besatzung kann eine Mission erfolgreich sein – sofern Spaß, Kompetenz und Zusammenhalt an Bord gewährleistet sind. 🖖🏻

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