Rezension: Star Trek: Starfleet Academy – Folge 3: „Vitus Reflux“
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Von Proteinpulver, Wachteleiern und dem Kaltstart der Karriere-Warpspulen
Neue Woche, neues Glück!
Es ist wieder dieser epische Donnerstag, an dem wir die Tore der Sternenflotten-Akademie aufstoßen. Nach dem gelungenen Stapellauf der Serie bin ich bereit für neue Einblicke in den harten – und manchmal herrlich absurden – Alltag der Kadetten im 32. Jahrhundert. Schnappt euch ein romulanisches Ale (nur für medizinische Zwecke, versteht sich), wir gehen auf Warp!

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05:00 Uhr: Wenn der Föderationswecker unerbittlich wie ein Borg-Kollektiv ruft
Wir starten im Quartier von Darem Reymi (George Hawkins) und Caleb Mir (Sandro Rosta). Während normale Wesen noch von elektrischen Schafen träumen, steht Darem schon mit Proteinshake in der Hand beim Morgensport. Sein Logbuch verrät: Seine Eltern haben scheinbar die Erwartungshaltung eines vulkanischen Oberkommandos. Darem versucht, seine Unsicherheit hinter einer Fassade aus Arroganz zu tarnen, die dicker ist als die Panzerung einer Defiant-Klasse.
Doch beim morgendlichen „Wer-ist-der-Beste-Lauf“ kollidiert sein Ego mit Genesis Lythe (Bella Shepard). Sie ist bereits wach, sie ist schneller, und sie wirkt so mühelos effizient, dass selbst Data neidisch auf ihren Prozessor schauen würde. Hier zeichnet sich ein Duell der zukünftigen Führungskräfte ab, das mehr Spannung verspricht als eine instabile Omega-Molekül-Konstruktion.
Drill, Schweiß und Jem’Hadar-Disziplin
Der Schwenk in die Trainingshalle macht klar: Das „College-Flair“ ist kein leeres Versprechen. Es fühlt sich an wie eine Highschool im Hier und Jetzt – wären da nicht die Jem’Hadar-Ausbilderin Lura Thok (Gina Yashere). Sie versprüht die visuelle Wucht einer klingonischen Schmerzstock-Zeremonie und macht deutlich, dass das 32. Jahrhundert kein Ponyhof ist.
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In der einen Ecke: die Akademie-Kadetten in klassischem Rot. In der anderen: die Widersacher des Kriegs-Colleges in bedrohlichem Schwarz. Das Motto des Tages? „Wer zuletzt lacht, hat die beste Tarnvorrichtung.“
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Und mitten im Getümmel: die wunderbare Tarima Sadal (Zoë Steiner). Als Betazoidin ist sie der emotionale Kompass der Truppe – und die Chemie zwischen ihr und Caleb ist so offensichtlich, dass man keinen Tricorder braucht, um das Knistern im Subraum zu messen. Die beiden könnten glatt das Reboot von Akte X übernehmen (Akte SF?), und ich würde jede Sekunde streamen!
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„Das bedeutet Krieg!“ – Handtücher und Holo-Tricks
Die Provokation der von Romulanern angeführten Kadetten lässt nicht lange auf sich warten. In der Umkleidekabine erleben wir einen Moment, der direkt aus Lower Decks stammen könnte: Kadetten lösen sich plötzlich in Luft auf! Dank eines gehackten Transporters finden sie sich – teils nur mit einem taktischen Handtuch bekleidet – an den unpassendsten Orten des Campus wieder. Darem, halb nackt, aber voll entschlossen, kommentiert das Display trocken:
„DAS BEDEUTET KRIEG!“
Sun Tzu und der Pilz des Zorns
Szenenwechsel ins Büro von Kanzlerin Nahla Ake (Holly Hunter). Ich muss es wiederholen: Dieses Set-Design ist ein absolutes Masterpiece! Der Stil ist so detailreich, dass ich fast vergessen hätte, auf den Plot zu achten. Die Kanzlerin präsentiert einen Promo-Trailer der Akademie, der mich mit seinem patriotischen Pathos sofort an Starship Troopers erinnerte.
Um den Kadetten zur (gerechten) Rache zu verhelfen, zitiert die Kanzlerin Sun Tzus Die Kunst des Krieges. Ihr Geheimrezept: Vitus Reflux. Offiziell eine geschützte Pflanze, in Wahrheit ein Pilz, der nachts schneller wächst als die Ego-Probleme eines jungen James T. Kirk. Während Caleb noch moralische Bedenken anmeldet, weiß Genesis genau: Um gegen das Kriegs-College zu gewinnen, braucht sie Caleb – und ein bisschen biologische Kriegsführung.
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Das Wachstum des Schreckens und Ripley-Vibes
Danach geht’s zum Calica: eine Art Lasertag auf Steroiden – mit Phasern, Drohnen und VR-Effekten. Ganz ehrlich? Ein bisschen viel Michael-Bay-Explosionen für meinen Geschmack, aber für die jüngere Zielgruppe sicher ein optisches Festmahl.
Das Highlight war jedoch die Rückkehr des Basketballs! Nachdem der Sport seit The Burn (und Discovery) fast vergessen schien, zeigen Caleb und Tarima im 32. Jahrhundert, was sie am Korb draufhaben. Und dann der Moment der Folge: Tarima trifft einen No-Look-Wurf rückwärts von der Dreierlinie! Ein direkter Gruß an Sigourney Weaver aus Alien: Resurrection. Absolut ikonisch!
Dank des Ehren-Hologramms Sam (Kerrice Brooks) wird der Pilz in einer Nacht-und-Nebel-Aktion bei den Gegnern platziert. Das Ergebnis? Der Pilz wuchert schneller als Tribbles in einer Getreidekammer und jagt die Romulaner schreiend aus ihren Betten. Ein Sieg durch technisches K. o. – und ein versöhnlicher Abschied, der mit einem moralischen Deep-Talk zwischen Caleb und der Kanzlerin versiegelt wird.
Fazit: Ein unterhaltsamer Lückenfüller mit viel Herz (und Hormonen)
Die Folge plätschert ein wenig dahin, weil wir vieles so oder so ähnlich schon in anderen Teenie-Dramen gesehen haben. Darem spielt unsauber, gewinnt zwar, verliert aber den Respekt von Genesis – die wiederum echte Führungsqualitäten beweist und ihn als ihre „Nummer Eins“ (sprichwörtlich, nicht anatomisch!) auf die Brücke holt.
Am Ende bleibt eine Episode, die sich sehr „erdnah“ und nach dem 21. Jahrhundert anfühlt. Ein klassischer Lückenfüller für die jüngere Generation, vollgepackt mit Egos und Teenie-Drama. Aber hey: Caleb im Kostüm und die Einführung des Chaos-Pilzes waren den Spaß wert. Ich hoffe, dass wir nächste Woche die Warpspule wieder etwas härter belasten und mehr Innovation sehen!
LLAP
| Foto: Paramount+ |
Review: Star Trek: Starfleet Academy
Episode 3: “Vitus Reflux”
Protein powder, quail eggs, and the cold start of career warp coils
New week, new luck!
It’s that epic Thursday again when we push open the gates of Starfleet Academy. After the successful launch of the series, I’m ready for new insights into the tough – and sometimes wonderfully absurd – everyday life of cadets in the 32nd century. Grab a Romulan ale (for medicinal purposes only, of course), we’re going to warp speed!
5:00 a.m.: When the Federation alarm clock calls relentlessly like a Borg collective
We start in the quarters of Darem Reymi (George Hawkins) and Caleb Mir (Sandro Rosta). While normal beings are still dreaming of electric sheep, Darem is already doing his morning workout with a protein shake in his hand. His logbook reveals that his parents seem to have the expectations of a Vulcan High Command. Darem tries to hide his insecurity behind a façade of arrogance thicker than the armor of a Defiant-class starship.
But during the morning “who’s the best” race, his ego collides with Genesis Lythe (Bella Shepard). She is already awake, she is faster, and she seems so effortlessly efficient that even Data would look at her processor with envy. A duel between future leaders is looming, promising more excitement than an unstable Omega molecule construction.
Drill, sweat, and Jem’Hadar discipline
The pan to the training hall makes it clear: the “college flair” is no empty promise. It feels like a high school in the here and now – were it not for the Jem’Hadar instructor Lura Thok (Gina Yashere). She exudes the visual power of a Klingon pain stick ceremony and makes it clear that the 32nd century is no pony farm.
In one corner: the academy cadets in classic red. In the other: the adversaries of the War College in menacing black. The motto of the day? “He who laughs last has the best cloaking device.”
And in the middle of the fray: the wonderful Tarima Sadal (Zoë Steiner). As a Betazoid, she is the emotional compass of the troupe – and the chemistry between her and Caleb is so obvious that you don’t need a tricorder to measure the crackling in subspace. The two of them could easily take over the reboot of The X-Files (The SF Files?), and I would stream every second!

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“This means war!” – Towels and holo-tricks
It doesn’t take long for the Romulan-led cadets to start messing with us. In the changing room, we witness a moment that could have come straight from Lower Decks: cadets suddenly vanish into thin air! Thanks to a hacked transporter, they find themselves – some clad only in a tactical towel – in the most inappropriate places on campus. Darem, half-naked but fully determined, comments dryly on the display:
“THIS MEANS WAR!”
Sun Tzu and the mushroom of wrath
Scene change to the office of Chancellor Nahla Ake (Holly Hunter). I have to repeat it: this set design is an absolute masterpiece! The style is so rich in detail that I almost forgot to pay attention to the plot. The chancellor presents a promotional trailer for the academy, which immediately reminded me of Starship Troopers with its patriotic pathos.
To help the cadets achieve (just) revenge, the chancellor quotes Sun Tzu’s The Art of War. Her secret recipe: Vitus Reflux. Officially a protected plant, in reality a fungus that grows faster at night than the ego problems of a young James T. Kirk. While Caleb still has moral reservations, Genesis knows exactly what she needs to win against the War College: Caleb – and a little biological warfare.
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The growth of terror and Ripley vibes
Then it’s off to Calica: a kind of laser tag on steroids, with phasers, drones, and VR effects. Honestly? A bit too much Michael Bay-style explosions for my taste, but certainly a visual feast for the younger target audience.
The highlight, however, was the return of basketball! After the sport seemed to have been almost forgotten since The Burn (and Discovery), Caleb and Tarima show what they can do on the court in the 32nd century. And then comes the moment of the episode: Tarima hits a no-look shot backwards from the three-point line! A direct nod to Sigourney Weaver in Alien: Resurrection. Absolutely iconic!
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Thanks to the honorary hologram Sam (Kerrice Brooks), the fungus is placed among the opponents in a cloak-and-dagger operation. The result? The fungus proliferates faster than tribbles in a granary and chases the Romulans screaming from their beds. A victory by technical knockout – and a conciliatory farewell, sealed with a moral deep talk between Caleb and the Chancellor.
Conclusion: An entertaining filler with a lot of heart (and hormones)
The episode plods along a bit because we’ve seen much of it before in other teen dramas. Darem plays dirty, wins, but loses Genesis’ respect – who in turn proves her true leadership qualities and brings him onto the bridge as her “number one” (proverbially, not anatomically!).
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LLAP
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